Ich habe mich dazu entschieden auf Visionssuche zu gehen. Eine Möglichkeit dazu gibt es für mich in Kassel. Ich werde mich in den nächsten Tagen dazu anmelden und da ca. 1 Jahr der Vorbereitung nötig ist wird das dann wohl Mai/Juni 2009 bei mir sein. Seit ich die Nacht alleine im Tipi verbrachte weiß ich das ich diesen Schritt machen soll - ich bin bereit.
Hier mal ein paar Infos aus Wikipedia: Wobei ich jetzt noch nachtragen muß das dort auf dem Berg auch nichts getrunken wird. und man es hier bei uns auch nicht wirklich pauschalisieren kann, es steht lediglich eine schale Wasser für die Spirits bereit. Ich würde mich freuen wenn Ihr falls Ihr eigene Erfahrung mit der Visionssuche habt mir vielleicht Eure Eindrücke schreiben würdet.
Die
Visionssuche, auch
Visionquest, ist ein bei vielen Völkern der Erde in wandelbarer Gestalt vorzufindendes
Übergangsritual, das bei den meisten Stämmen, Gemeinschaften und Völkern traditionell nur von Jungen und Männern durchgeführt wurde. Sie stellt im
indianischen Kontext eine der
Sieben Riten dar, die der Überlieferung nach den
Lakota-Indianern von der
Weißen Büffelkalbfrau gegeben wurde.
Von jungen Männern wurde es als Übergangsritual vollzogen, das den Abschied von der Kindheit und den Eintritt ins Erwachsenenalter markierte. Von Erwachsenen wurden Visionssuchen unternommen, um die Heilung eines Verwandten zu erwirken, die Lösung für persönliche Frage oder Probleme zu finden, um einen Lebensabschnitt zu beenden oder einen neuen zu beginnen oder um die Welt und ihr Leben mit neuen Augen, unter anderen Perspektiven sehen zu lernen.
Ablauf Um eine
Vision zu finden, sind Vorbereitungen erforderlich. Ein Ort in der Natur wird ausgewählt, an dem der Suchende möglichst allein und ungestört sein kann. Traditionell werden gerne Hügel und Anhöhen für eine Visionssuche ausgesucht, um den Alltag hinter sich lassen und dem "Himmel" besonders nahe sein zu können. Oft wird der Ort, an dem die Vision empfangen werden soll, durch einen
Schamanen oder in einem
Traum gezeigt. Das Ritual durchläuft drei deutlich unterscheidbare Phasen: Abtrennung (Vorbereitung), Schwellenzeit (Solo) und Wiederverkörperung (Integration) Das eigentliche Ritual beginnt mit einer Reinigung des Körpers und der Kleidung. Während der Visionssuche, die einige Stunden oder aber auch Tage bis Wochen dauern kann, enthält sich der Kandidat jeglicher Nahrung und lehnt es meistens auch ab, Wasser zu trinken. Er bringt die Zeit während des Tages und der Nacht mit Beten und Meditationen zu, er hört auf den Wind, die Tiere, das Gras, die Steine und versucht sich für Botschaften der Elemente und wahrgenommene Hinweise und Symbole, die mit seinem Anliegen in Beziehung stehen könnten, zu öffnen. Die ersehnte Vision offenbart sich in der Regel erst nach einigen Tagen plötzlich und unerwartet und in individuell unterschiedlicher Form z.B. als überraschende Einsicht, das Sehen von Bildern und Abläufen oder als Botschaften, die durch
Geister, Tiere und andere Verbündete mitgeteilt werden.
Ein Visionssuchender, der mit einer Vision heimkehrt, feiert das Ereignis mit seinen Verwandten und Freunden. Die empfangene Vision wird als ein Geschenk betrachtet, das in das Leben integriert werden muss und das die Verpflichtung mit sich bringt, entsprechend den neuen Einsichten zu handeln.
Heutige Visionssuche in der westlichen Gesellschaft Die heutige, in der westlichen Gesellschaft angebotene Visionssuche wurde in den 70er Jahren von dem Psychologen Dr. Steven Foster und seiner Frau Meredith Little entwickelt. Es handelt sich nicht um die Nachahmung eines indianischen Rituals. Vielmehr entnahmen Foster und Little drei alte und weltweit vorkommende Elemente aus Stammesriten: 1. Die Methoden Nahrungsentzug, Alleinsein, der Wildnis ausgesetzt sein und Schlafentzug, die sich in Stammeskulturen bzw. in Weltreligionen bereits bewährt haben. 2. Der Teilnehmer findet Erkenntnisse durch seine Innenschau in der Tiefe seiner eigenen Psyche, er weiht sich selbst ein. 3. Die universale Grundstruktur "Ablösung - Schwellenzeit - Wiedereingliederung" von alten Übergangsriten.
Im Gegensatz zu den Stammesgesellschaften ist die westliche Gesellschaft nicht traditionsgebunden. Rituelles Wissen unserer Vorfahren, Kelten und Germanen, ist deshalb weitgehend verlorengegangen. Um die Visionssuche auf Bedürfnisse der westlichen Gesellschaft zu adaptieren, führten Foster und Little drei Neuerungen ein: 1. In der Vorbereitungszeit wird das für die Selbsteinweihung notwendige rituelle Wissen vermittelt. 2. Die Inhalte der Veranstaltung sind unabhängig von Traditionen, Konfessionen oder Ideologien. 3. Einen hohen Sicherheitsstandard.
Die Visionssuche für Männer und Frauen ermöglicht u.a.
- eine Bestandsaufnahme des bisherigen Lebens,
- eine Neuorientierung, indem Erkenntnisse zu existentiell wichtigen Fragen gefunden werden,
- eine Integration des Neuen in einem reiferen Lebensabschnitt.
Auf die in der westlichen Gesellschaft angebotene Visionssuche gehen Männer und Frauen vier Tage und vier Nächte alleine, ohne Nahrungsmittel aber mit genügend Wasser in die Wildnis. Mit Vor- und Nachbereitung ergibt sich eine Veranstaltungsdauer von typischerweise 10 Tagen. Tausende von alten und jungen Menschen in den USA und Europa sind in den letzten zwei Jahrzehnten auf Visionssuche gegangen. Es hat sich gezeigt, dass es für Menschen der westichen Gesellschaft leicht ist, die Visionssuche anzunehmen.
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"Mach den ersten Schritt im Vertrauen. Du brauchst nicht den ganzen Weg zu sehen. Mach einfach den ersten Schritt."
Dr. Martin Luther King jr. (1929 - 1968)"
Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu andrer Glück, denn die Freude die wir geben, kehrt ins eigene Herz zurrück.
In Licht und Liebe, Lilana